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Alle Grippen der Welt…
Sie kommt von weit her, sie ist über uns, und sie klingt irgendwie unheimlich. Die Vogelgrippe, wie der H5N1- Erreger im Volksmund heißt, hat nichts von ihrem Schrekkenspotential verloren. Allein der Name klingt schon nach Horror und Hitchcock – und das wissen die professionellen Angstmacher in den Praxen und Vorstandsetagen geschickt auszunutzen. Wie sieht jedoch die Wirklichkeit um H5N1 im Augenblick aus? Gibt es einen Grund zur Panik?
Der Erreger ist noch da, sagt Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Löffler-Instituts für Tiergesundheit. Wenn nun beim Vogelzug eine große Zahl empfänglicher Wildvögel auf engem Raum auftritt, kann der Erreger auch leichter überspringen. Hinzu kommt, daß es kälter wird- und bei Kälte hält sich der Erreger länger.
In vielen Regionen Deutschlands werden in diesem Winter frei laufende Hühner, Enten und Gänse wieder Stallarrest bekommen, so viel steht fest. Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg überlegte Mitte September noch, was mit den 13 Millionen genehmigten Ausnahmefällen geschehen sollte. Das niederländische Federvieh ein paar Kilometer weiter westlich saß schon im Haftvollzug. Die EU-Mitgliedsstaaten haben die Impfung von Geflügel gebilligt, auf 3 (!) Höfen in Ostwestfalen gibt es entsprechende Versuche. Baden-Württembergs Agrarminister Hauk hält dagegen nichts von Impfungen. Die Tiere vermehren das Virus trotzdem und scheiden es aus, gibt er zu bedenken. Da hat er Recht: Forscher der Universität Edinburgh fanden in Modellversuchen heraus, daß eine Impfung das Risiko für den Ausbruch einer Epidemie erhöht, weil einige wenige Tiere trotzdem krank werden, in der „Masse“ aber nicht auffallen (Wir fragen: wie sieht es denn bei der Impfung des Massenwesens „Mensch“ aus?). Diese typischen Beispiele einer hilflosen Chaospolitik verwirren mehr als sie helfen.
Wir halten uns an die Fakten: Weltweit (!) sind bisher 141 Menschen an einer „Vogelgrippe“ - Infektion gestorben. Die Übertragung vom Tier auf den Menschen ist unwahrscheinlich. Die größte Gefahr: eine Rekombination des H5N1-Virus mit menschlichen Influenza-Viren.
Wenden wir uns der doch wohl sehr konkreteren Gefahr einer „gewöhnlichen“ Grippe (Influenza) zu. Hier haben wir es in Deutschland mit 15000 Toten pro Jahr zu tun, jedoch ist auch diese Zahl mit Vorsicht zu genießen. Es wird nicht zwischen Grippe und grippalem Infekt unterschieden, außerdem läßt sich oft nicht klären, ob die Influenza wirklich der Grund oder nur der Auslöser für den Tod eines ohnehin geschwächten, alten und kranken Menschen gewesen ist.
Trotz dieser Ungereimtheiten hat sich die Zahl der Impfungen in den vergangenen zwölf Jahren verzehnfacht – die Zahl der Todesfälle ist dagegen gleich geblieben. Impfungen also nutzen nichts. Einer der Gründe: für eine gezielte Impfung verändern sich die Viren zu rasch, sie werden resistent und sind dem aktuellen Impfstoff stets einen Schritt voraus. Darüber hinaus gibt es erhebliche Impfschäden, deren Fallzahlen gern verschwiegen oder so hingebogen werden, daß es „paßt“. Na ja, wenn Impfungen nicht helfen, dann muß Tamiflu® her – predigen uns die anders „geimpften“ Experten. Und bei diesem Mittel sieht`s nicht besser aus. Der diesjährige Robert-Koch-Preisträger Prof. Dr. Yoshirhiro Kawaoka: „Allerdings sind einige Viren inzwischen gegenüber diesen Präparaten resistent, und deshalb müssen neue Grippemittel entwickelt werden.“
… Und eines ist schon da: Cystus®052
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