Wer die Schöpfung mißachtet und den Bauplan des Lebens für puren Zufall hält, kommt fast schon zwangsläufig auf die Idee, daß Altern ein Defekt ist, den es zu beseitigen gilt. Die Genschere (CRISPR-Cas9), für die zwei Molekularbiologinnen 2020 den Nobelpreis erhalten haben, ist deshalb ein gefundenes Fressen für die Anhänger eines materialistisch geprägten Weltbilds. Derzeit wird intensiv geforscht, um altersbedingte DNASchäden gezielt zu reparieren und so zelluläre Verjüngungsprozesse anzustoßen. Die Gefahr dabei: Die Manipulation des menschlichen Genoms kann zu unerwünschten Mutationen und Langzeitfolgen führen, die sich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht abschätzen lassen. So könnten Veränderungen am menschlichen Erbgut neue, bisher unbekannte Krankheiten oder sogar unvorhersehbare Schäden an nachfolgenden Generationen verursachen [1].
[1] Kalter, N. et al. Off-target effects in CRISPR-Cas genome editing for human therapeutics: Progress and challenges. Molecular Therapy Nucleic Acids, Volume 36, Issue 3,
2025, 102636, ISSN 2162-2531, doi.org/10.1016/j. omtn.2025.102636.
