Kalzium und Vitamin D: Kein Schutz für die Knochen

Die häufig verbreitete Empfehlung, Kalzium und Vitamin D zur Prävention von Knochenfrakturen einzunehmen, ist offenbar nicht der Weisheit letzter Schluß. Ein kanadisches Forscherteam hat in einer großen Meta-Analyse von 69 Studien (über 150.000 Teilnehmer) nachgewiesen: Kalzium und Vitamin D schützen in der Allgemeinbevölkerung nicht zuverlässig vor Knochenbrüchen, weder einzeln noch kombiniert [1]. Was dabei meist vergessen wird: Vitamin D sorgt dafür, daß Kalzium ins Blut gelangt. Aber welche Substanz bringt es in den Knochen? Vitamin K. Ohne dieses Vitamin zirkuliert Kalzium im Blut und lagert sich im schlimmsten Fall in den Gefäßen ab, anstatt dort anzukommen, wo es gebraucht wird. Dieses Wissen ist nicht neu. Unsere Vorfahren aßen selbstverständlich, was die Natur bereithielt: Wildkräuter, Brennessel, Bärlauch – also pflanzlich gebundenes Vitamin K1 (Bärlauch Vitamin K1), eingebettet in ein Gefüge aus Begleitstoffen, die der Körper seit Generationen kennt. Was früher auf der Wiese wuchs, ist heute in Vergessenheit geraten und fehlt auf dem Teller.

[1] Massé O, et al. Calcium, vitamin D, or combined supplementation to prevent fractures and falls: systematic review and meta-analysis. BMJ. 2026 May 20;393:e088050. doi:10.1136/
bmj-2025-088050.