Blindes Vertrauen rächt sich

Worin in diesem Fall der Fortschritt für uns Menschen liegen soll, ist erklärungsbedürftig. Wie gut ist es denn für die eigene Psyche, wenn uns die KI über unsere Gesundheit ein düsteres Bild an die Wand malt? Immerhin gibt es in unseren technikgläubigen Zeiten noch Stimmen, die gegenüber derartigen Projekten ethische Bedenken haben [4]. Das Beispiel zeigt aber auch, daß es an der Zeit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Denn so nützlich künstliche Intelligenz in einigen Bereichen auch sein kann – das Heft des Handelns sollten wir nicht aus der Hand geben. Schließlich will das Gehirn, genauso wie unsere Muskeln, regelmäßig beansprucht werden. Verzichten wir darauf und lassen wir uns alles von der KI einflüstern, sind wir in nicht allzu kurzer Zeit nur noch ein Spielball vermeintlich allwissender Technologien. Sich dessen bewußt zu sein, ist der erste Schritt.

Der zweite heißt: Das eigene Denken nicht einzustellen und Technologien wie künstlicher Intelligenz nicht blind zu vertrauen. Denn inzwischen sind selbst die Anbieter von KILösungen wie ChatGPT-Chef Sam Altman so weit, daß sie vor ihren eigenen Produkten warnen [5].

Einen geruhsamen Jahresausklang und beste Wünsche für das kommende Jahr
Ihr Dr. Georgios Pandalis