Melatonin direkt aus der Brust

Daß Muttermilch für den Säugling die perfekte Nahrung ist, bestätigt nicht nur die Lebenserfahrung. Ihre Zusammensetzung ist auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes abgestimmt und schützt mit ihren Inhaltsstoffen auch vor Infektionen [1]. In einer kürzlich veröffentlichten Studie haben Forscher untersucht, wie sich die Spiegel von Cortisol, Melatonin, Immunglobulin A (IgA) und Lactoferrin im Tagesverlauf ändern [2]. Zusätzlich wurde auch die Zusammensetzung des Mikrobioms analysiert. Das Ergebnis: Während Lactoferrin und IgA nach Alter des Kindes, BMI der Mutter und Geschlecht des Kindes variieren, ändert sich der Spiegel von Cortisol und Melatonin im Tagesverlauf. Demnach steigt nachts der Gehalt des Schlafhormons Melatonin, während am Morgen der Cortisol-Spiegel höher ist. Muttermilch hatalso eine eigene „innere Uhr“, die dazu beiträgt, den Schlaf- Wach-Rhythmus des Säuglings zu regulieren und an den Tagesablauf der Mutter anzupassen.

[1] https://www.urheimische-notizen.de/de/2024-03/wie-muttermilch-den-saeugling-schuetzt/
[2] https://www.frontiersin.org/journals/nutrition/articles/10.3389/fnut.2025.1618784/fulle