Wenn der circadiane Rhythmus – unsere innere Körperuhr – aus dem Takt gerät, kann das auch die Gehirntätigkeit negativ beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, für die über 2.000 ältere Menschen, die neu an Demenz erkrankt waren, etwa 12 Tage lang mit Herzmonitoren beobachtet wurden [1]. Das Ergebnis: Personen mit schwächeren oder unregelmäßigeren Herz-Rhythmen hatten ein höheres Demenzrisiko. Außerdem wiesen diejenigen, die ihre aktivsten Phasen später am Tag hatten, ein um 45 Prozent erhöhtes Risiko auf, an Demenz zu erkranken. Die Studie deutet darauf hin, daß gestörte Körperuhren Entzündungen hervorrufen und den Schlaf beeinträchtigen und so die Ansammlung von Amyloid-Plaques im Gehirn fördern könnten.
[1] Wang, W. et al. Association Between Circadian Rest-ActivityRhythms and Incident Dementia in Older Adults. Neurology.
January 27, 2026, https://www.neurology.org/doi/10.1212/WNL.0000000000214513
