Früher Säbelzahntiger, heute Bürodramen

Man mag es kaum glauben: Selbst ein unangenehmes Phänomen wie Schnarchen hatte einst seinen Sinn. Eindeutig geklärt ist seine evolutionäre Funktion zwar nicht. Doch es gibt eine Reihe von Theorien. So glauben einige Forscher, daß Schnarchen einst als Abschreckmechanismus gegen Raubtiere diente. Andere gehen davon aus, daß es vor allem bei älteren Menschen auftrat. Möglicherweise als eine Art Opferstrategie, durch die die Aufmerksamkeit auf die Älteren gelenkt wurde, um die jüngeren Mitglieder der Gruppe zu schützen. Wieder andere vertreten die These, daß Schnarchen ein Signal gewesen sei, daß jemand ruhe, während andere wachsam bleiben müssen [1]. In solchen Situationen befindet sich der moderne Mensch nur noch selten. Trotzdem ist Schnarchen immer noch gang und gäbe. Begünstigt wird es durch Faktoren wie Übergewicht, Alkohol, Rückenlage und die anatomischen Gegebenheiten des Menschen. Im Wachzustand halten Muskeln im Mund und Rachenraum die Atemwege offen. Im Schlaf entspannen sie sich. Besonders in Rückenlage rutscht das Gewebe etwas nach hinten, die Atemwege werden stärker verengt und die Luftströmung bringt das Gewebe zum Vibrieren – die Folge ist eine Geräuschkulisse, die so manchen Mitmenschen verzweifeln läßt.

[1] Holley L. Obstructive Sleep Apnea, Insomnia, and Snoring: Evolutionary Adaptations to Increase Alertness During Sleep? J Clin Sleep Med. 2019;15:523. doi:10.5664/jcsm.7696

Diabetes, Fettleibigkeit, Bluthochdruck oder sogar Herzprobleme [1]. Cortisol zu verteufeln oder, wie derzeit in sozialen Medien üblich, eine „Entgiftung“ zu empfehlen, ist jedoch grober Unfug. Entscheidend ist, seine Regulation zu verstehen.

Streßvermeidung sollte deshalb an erster Stelle stehen. Eine wertvolle pflanzliche Hilfe, um in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit zur Ruhe zu finden, ist die Waldwegwarte (enthalten in Blauwarten® Bio Mastitabs®). Das Wildgemüse, das eng mit der Endivie und der Kaffee-Zichorie verwandt ist und beruhigende sekundäre Pflanzenstoffe wie Lactucin und Lactupikrin enthält, fällt durch seine leuchtend ellblaue Farbe ins Auge und galt zu Zeiten der Germanen sogar als magisches Gewächs: Ein Sud aus Waldwegwarte, so die Überlieferung, soll unverwundbar und sogar unsichtbar machen [2].

Da Streß außerdem den Verbrauch wichtiger Mineralstoffe wie Magnesium beschleunigt, ist es wichtig, auf eine nährstoffreiche Ernährung zu achten. Normalerweise nehmen wir durch den Verzehr von grünem Blattgemüse, Haferflocken, Nüssen oder Samen genügend Magnesium zu uns; da der Bedarf in belastenden Lebensphasen jedoch ansteigt, kann es in diesem Fall sinnvoll sein, die Magnesium-Dosis zu erhöhen (Bärlauch Magnesium Kapseln).